Das Adelige Jungfrauenkloster Odenses
Am Albani Torv befindet sich das Odense Adelige Jomfrukloster, eines der markantesten historischen Gebäude der Stadt. Hinter der langen Fassade aus roten Backsteinen verbirgt sich eine mehr als 500-jährige Geschichte als Bischofshof, Adelssitz und Damenstift. Obwohl das Gebäude nur selten für Besucher geöffnet ist, lohnt sich ein Besuch allein wegen seiner Architektur.

500 Jahre im Stadtbild von Odense
Das Odense Adelige Jomfrukloster wurde Anfang des 16. Jahrhunderts als Bischofshof errichtet und zählt heute zu den ältesten erhaltenen weltlichen Gebäuden Dänemarks. Im Laufe der Jahrhunderte diente es als königlicher Besitz, Adelssitz und seit 1716 als adeliges Damenstift, das von Karen Brahe für unverheiratete Frauen des dänischen Adels gegründet wurde.
Damit war das Gebäude Zeuge bedeutender Entwicklungen der dänischen Geschichte, von der Reformation bis hin zu den besonderen Stiftungen des Adels. Gleichzeitig blieb es von den umfangreichen Umbauten und Bränden verschont, die viele andere historische Gebäude verändert haben.
Geschichte, die in den Mauern sichtbar wird
Das Besondere am Odense Adelige Jomfrukloster ist, dass seine Geschichte nicht nur in Archiven zu finden ist. Sie lässt sich auch direkt am Gebäude ablesen. Die langgestreckte Fassade besteht aus roten Backsteinen, und bei genauerem Hinsehen werden Spuren verschiedener Bauphasen und Umbauten aus mehreren Jahrhunderten sichtbar.
Die Lage am Albani Torv, unweit der Odense Å, macht es zudem leicht, sich die Zeit vorzustellen, als das Viertel von Bischofshöfen, Herrensitzen und lebhaftem Handel geprägt war. Noch heute sticht das Gebäude im Stadtbild hervor und bietet einen seltenen Einblick in das historische Odense, lange bevor die modernen Stadtviertel entstanden.
Behutsam restauriertes Kulturerbe
Heute präsentiert sich das Jomfrukloster als Ergebnis einer umfassenden Restaurierung, deren Ziel es war, möglichst viele historische Spuren zu bewahren. Die Arbeiten haben das Gebäude für kommende Generationen gesichert und es zu einem wichtigen Beispiel des dänischen Bauerbes gemacht.
Die historischen Räume im Inneren sind normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Durch die Restaurierung konnten jedoch auch die zahlreichen Schichten historischer Innenräume und Details erhalten werden, die die Geschichte des Hauses erzählen.
Zuletzt aktualisiert von:VisitOdensejmjen@odense.dk




